Enya

 

Der Stille Lauschen

Stereoplay (Alemania) April 1989

»Orinoco Flow« hiessen die Schneeflocken in Songform, die letztes Weihnachten die europäischen Charts durcheinanderwirbelten. Die Irin Enya, einst Nesthäkchen bei der Folk-Familie Clannad, passt nicht so einfach in eine Schublade. Auf ihrem Album »Watermark« (siehe stereoplay 1/89) rahmen sphärische Engelsgesänge melodioese Keyboard-Streicheleinheiten ein, die mit zahlreichen. Overdubs aufgenommen wurden. »Eine Note unzählige Male zu singen, hat für mich fast etwas Hypnotisches«, erzählt Enya.

Doch nicht nur ihre Musik fasziniert. Auf dem Plattencover und im »Orinoco Flow«-Video wirkt die 26jährige feenhaft, in natura bezaubert Enya durch ihre aparte Erscheinung. »Viele finden mich mysterioes, denn ich bin eine sehr verschlossene Frau. In der Einsamkeit entspanne ich mich und denke an gar nichts. Nur der Stille zu lauschen, finde ich wunderschoen.«

Die klassisch geschulte Sängerin, die auch Klavier spielt, will über ihre musikalischen Zukunftspläne nur wenig verraten: »Ich möchte gern bald einige Konzerte geben. Das nächste Album nehmen wir nicht mehr ausschließlich digital auf. Die Instrumente und meine Stimme wollen wir analog konservieren. Dadurch wird der Sound wärmer und die Spannung des Entstehungsprozesses bleibt erhalten.«



Note: Transcribed by Andreas Iwanowitsch. An English translation is also available.